Was ist eigentlich Adobe Lightroom?

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Was ist eigentlich Adobe Lightroom?

Adobe hat mit Photoshop schon 1990 ein Programm zur digitalen Bildbearbeitung auf den Markt geworfen; der Schwerpunkt lag damals auf der digitalen Bearbeitung von eingescanntem Bildmaterial. Mit zunehmender Verbreitung der digitalen Kameras – zunächst im professionellen, später auch im Amateur-Bereich – erkannten auch die Software-Hersteller (allen voran Adobe) wachsenden Bedarf, speziell auf diese Anforderungen zugeschnittene Programme anzubieten.

Photoshop hatte sich als wichtigstes Werkzeug in der digitalen Bildbearbeitung etabliert, aber es fehlte eine „Schnittstelle“ für das komfortable Verwalten, Katalogisieren und Exportieren von größeren Bildmengen. Lightroom erhielt genau die Funktionen, die Photoshop fehlten – von einigen Überschneidungen abgesehen.

Lightroom unterstützt eine Vielzahl Kameras und Objektive aller bekannten Hersteller und versteht sich besonders auf den Import von ‚Kamera-Rohdaten (RAW).

Adobe Lightroom

Schöner Verwalten mit Lightroom

Adobe Photoshop Lightroom – so der offizielle Name – gliedert sich in mehrere Module. Mit dem bekannten Photoshop User-Interface hat diese Software wenig gemeinsam.

Eine der größten Stärke von Lightroom ist die Verwaltung von Bild-Bibliotheken, die hunderttausende von Bildern umfassen können. Um sich darin zurecht zu finden, sortiert Lightroom die Fotos zunächst anhand ihres Aufnahmedatums; wenn gewünscht, lassen sich auch Schlagworte vergeben. Soweit vorhanden, liest das Programm die Meta-Informationen aus den Bildern aus, sodass beispielsweise auch GPS-Koordinaten verarbeitet werden können. Neu hinzugekommen mit der Version 6 (bzw. CC 2015)  ist eine Gesichtserkennung. Mit ein wenig Training vorab erkennt Lightroom auf Fotos abgebildete Personen automatisch und fragt bei einer nicht eindeutigen Erkennung nach.

Massenentwicklung mit Lightroom

Das zweite Modul nennt sich schlicht und einfach „Entwickeln“ und bietet einen großen Fundus an Bildbearbeitungsfunktionen – hier „entstehen“ Bilder.

Die eigentlichen Bearbeitungsfunktionen bietet auch Photoshop seit einiger Zeit mit der Camera RAW-Erweiterung. Lightroom hat allerdings den Vorteil, sehr viel komfortabler mit einem Klick einmal vorgenommene Bearbeitungen auf einen ganzen Stapel anderer Bilder anzuwenden.

Weitere Module

  • Bildbetrachtung, Diashow und Präsentation in unterschiedlichen Formaten.
  • Die Kartenfunktion liest vorhandene oder später zugewiesene Standortdaten der Bilder aus und zeigt diese dann in der Weltkarte an.
  • Export von Fotos von Web bis Druck, einschließlich eines eigenen Fotobuchmoduls, allerdings aktuell nur für einen einzigen Anbieter.

Was Lightroom so hilfreich und mächtig macht, ist vor allem die Bibliotheksfunktion: Bilder lassen sich schnell kategorisieren, bewerten und mithilfe der Filter- und Suchfunktionen auch wiederfinden. Einmal vorgenommene Änderungen an einem Bild lassen sich problemlos auf andere Bilder übertragen und dies alles geschieht, ohne das Originalbild anzurühren – nondestruktiv, da das Programm alle Einstellungen und Bearbeitungen an einem Bild im als Katalog bezeichneten Archiv speichert und so jederzeit ein Wiederherstellen des ursprünglichen Zustands ermöglicht.

Über den Autor

Tobias Glawe
Tobias Glawe
SEM, SEO und Social Media sind meine Aufgabenfelder bei AhlersHeinel. In meiner Freizeit betätige ich mich gerne aktiv in der Fotografie. Hin und wieder schwinge ich auch einen Badmintonschläger.

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