Der Legostein-Effekt – Mosaik mal ganz anders

Mosaik-Effekte eignen sich hervorragend, um Fotos wirkungsvoll zu verfremden. Ein Effekt, den ich persönlich ziemlich beeindruckend finde, ist der Legostein-Effekt. Damit lassen sich nicht nur Portraits, sondern auch andere Motive im Handumdrehen in Legosteine verwandeln. In meinem heutigen Photoshop-Tutorial zeige ich euch, wie das gemacht wird. Und schon geht’s los:

Schritt 1: Die Vorbereitungen

Nachdem ich das ausgewählte Bild in Photoshop geöffnet habe, passe ich die Arbeitsfläche auf 2000 x 2000 px an – in dieser Größe kommt der Legostein-Effekt am besten zur Geltung. Jetzt noch das Foto in der Ebenen-Palette duplizieren und wir können mit den Einstellungen für den Effekt beginnen.

Schritt 2: Die Verpixelung

Mit einem Rechtsklick auf das Bild wandle ich es als erstes in ein Smart-Objekt um. Es folgt die „Verpixelung“, diese lässt sich ganz leicht über Filter > Vergröberungsfilter > Mosaikfilter erstellen. Bei dem Mosaikfilter habe ich einen Wert von 25 gewählt. (Je nach Motiv kann dieser Wert variieren)

Schritt 3: Die „Legosteine“ erstellen

Hierfür benötigen wir ein neues Dokument (Datei > Neu). Bei der Einstellungsmaske habe ich die Einheit Pixel ausgewählt und für die Größen jeweils den Wert 25 von meinem Mosaikeffekt übernommen.

Schritt 3.1: Die Oberfläche

Über Bearbeiten > Fläche füllen habe ich für die Hintergrundfarbe ein 50% Grau ausgewählt. Um die typische Oberfläche eines Legosteins hinzubekommen, ziehe ich als erstes mit dem Ellipse-Werkzeug einen Kreis auf (Die Größe ist egal, für die Farbe wähle ich ein 50% Grau). Kleiner Tipp: Bei gedrückter Shift-Taste kann der Kreis beim Aufziehen nicht verzerren.

Schritt 3.2: Der Steineffekt

Soweit gut. Jetzt muss allerdings aus dem Kreis noch ein typischer Legostein werden. Durch einen Doppelklick auf die Ebene öffnet sich das Fenster mit den Ebenen-Stilen, hier habe ich Einstellungen bei den Punkten Abgeflachte Kanten sowie Relief und Schlagschatten vorgenommen (Werte siehe Screenshots). Als letztes muss der „Stein“ nur noch als Muster (Bearbeiten > Muster festlegen) gespeichert werden.

Schritt 4: Muster anwenden

Über Ebene > Neue Füllebene > Muster kann ich nun den erstellten Legostein als Muster über das gesamte Bild legen. Im ersten Moment wird alles Grau, um dies zu ändern habe ich den Ebenen-Modus von Normal auf Lineares Licht gestellt. Und schon haben wir ein Bild mit Legostein-Effekt. Allerdings wäre hier noch ein bisschen Fine-Tuning nicht verkehrt.

Schritt 5: Das Finish

Als erstes habe ich mich für die Tontrennung (Ebene > Neue Einstellungsebene > Tontrennung mit dem Wert 7) entschieden, um die Verläufe zu reduzieren.

Zu guter Letzt habe ich noch eine Farbfüllung hinzugefügt. Hier gilt freie Farbwahl, allerdings sollten bei B (Brightness) 100% und bei S (Saturation) 75% als Wert eingetragen werden. Jetzt muss die Ebene nur noch zwischen die Legostein- und Tontrennungsebene geschoben und die Eigenschaft der Ebene auf Sättigung geändert werden – und der Legosteineffekt ist vollbracht.

Legostein-Effekt

Anja Brüggemann

Seit August 2013 gehöre ich zum AhlersHeinel-Team. Nicht nur auf beruflicher Ebene interessiere ich mich für Gestaltung und Design – auch privat bin ich der Kunst und Kreativität verfallen. Ich male sehr gern mit Ölfarben, außerdem tanze ich Ballett.

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