Mailings: Gerne mit Grip

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Werbung muss auffallen, damit sie wirken kann. Alte Binse, stimmt aber trotzdem. Gar nicht so leicht bei den vielen tausend Werbebotschaften, die täglich auf uns einprasseln – vom Web-Banner bis zu physischen Mailings. Gerade die letzteren haben ja manchmal ein etwas altbackenes Image, vor allem im Vergleich mit den vermeintlich zeitgemäßeren Formen der Online-Werbung. Aktuelle Medienvergleichsstudien belegen aber: Physische Mailings kommen gut an und genießen hohe Wertschätzung.

Mailings – Botschaften zum Anfassen

Ein großer Vorteil, den die adressierte Briefpost anderen, „immateriellen“ Werbeformen wie dem E-Mail-Newsletter oder dem Radiospot voraus hat: Ein Mailing kann man anfassen, es im Wortsinn „begreifen“. Neurowissenschaftler sagen, dieser haptische Reiz verbessert sowohl die Rezeption als auch die Akzeptanz. Heißt: Die per Mailing versandte Botschaft wird nicht nur besser, sondern auch positiver wahrgenommen.

Triggerreize

Der Tastsinn ist übrigens einer der empfindlichsten menschlichen Sinne und der erste, der sich bei der embryonalen Entwicklung ausbildet. Vielleicht ist uns deshalb Berühren und Begreifen so wichtig. Auf jeden Fall aber liegt es für uns Werber nahe, bei der Gestaltung physischer Mailings gezielt auch mit haptischen Reizen zu arbeiten.

Sparkasse Mailing Würfel

Foto © AhlersHeinel Werbeagentur

Ein Beispiel: Unser Einladungs-Mailing ins neue KompetenzCenter der ‚Sparkasse Hannover. In den Selfmailer haben wir einen sogenannten Popup-Würfel integriert, der beim Öffnen des Mailings automatisch aufspringt. Der Überraschungseffekt ist groß; weil natürlich jeder Empfänger den Würfel in die Hand nimmt, ist optimale Aufmerksamkeit für die damit transportierte Kommunikationsbotschaft garantiert.

Sparkasse Mailing Würferl

Foto © AhlersHeinel Werbeagentur

Mailings mit Fingerspitzengefühl

Andere tolle Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit des Empfängers durch haptische Reize zu steigern, bieten die vielen innovativen Formen der Druckveredelung. Das geeignete Motiv als Basis vorausgesetzt, können heute faszinierende Struktureffekte aller Art verblüffend naturgetreu nachgeahmt werden – von Beton bis Rost. Und selbstverständlich sind auch handschmeichelnde Effekte möglich; sogenannte Soft-Touch-Lacke bieten zum Beispiel eine samtige, gummiartige oder textile Haptik: Gerade im Automobilbereich eine perfekte Möglichkeit, Materialien im Innenraum zu simulieren. Natürlich eignen sich derartige Effekte nicht nur für Mailings, sondern werten auch Broschüren, Kataloge und viele andere Printprodukte auf.

Über den Autor

Alexandra Schulze
Alexandra Schulze
Seit einiger Zeit bereichere ich unseren AH-BLOG als Autorin. Und freue mich, Artikel rund um das Thema Marketing zum Besten zu geben. Ich wünsche mir, dass Ihr Spaß dran habt und euch nicht von frechen Exkursen abschrecken lasst ... mein kleines Hintertürchen, wenn mir Sonntagabend beim Tatort kein brandheißer Marketingtipp einfällt. Herzlich, Alexandra

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