Der etwas andere Weihnachtsgruß: Einfach mal 5 Backrezepte

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Der etwas andere Weihnachtsgruß: Einfach mal 5 Backrezepte

 

Azubi@AhlersHeinelAlles. Aber Anders. Auch beim Backen

Neben den frohen Weihnachtswünschen gibt es 5 schöne Rezepte für die Weihnachtszeit. Frei nach dem Motto: ALLES. ABER ANDERS.

Weihnachten steht vor der Tür und was darf in dieser Zeit außer basteln und Geschenke kaufen nicht fehlen? Backen! Und damit auch alles gelingt, gibt es heute fünf verschiedene Weihnachtsrezepte zum Nachbacken.

Vanillekipferln

Bei dem ersten der fünf Rezepte handelt es sich um die Vanillekipferln, ein traditionelles, deutsch-österreichisch-böhmisches Weihnachtsgebäck.
An Weihnachten kommt man um dieses Gebäck einfach nicht herum, dafür sind sie einfach zu lecker. Das Rezept kann immer ein wenig variieren. Wobei es einige Tipps gibt, an die man sich halten sollte – einfach damit die Kipferln gelingen.

Die wichtigsten Tipps:

Am besten schmecken die Vanillekipferln wenn man das Mark einer echten Vanilleschote verwendet und kein Aroma. Für einen gelungenen Teig sollten gekühlte Zutaten verwendet werden und man sollte mit kalten Händen backen. Gleich nach dem Backen, die Vanillekipferl in Puder- und Vanillezucker wälzen, da an den warmen Kipferln der Zucker besser klebt.

Das Rezept (für etwa 70 Stück):

    • 200 Gramm Mehl
    • 80 Gramm Zucker
    • 175 Gramm kalte Butter
    • 2 Eigelb
    • 100 Gramm geschälte und gemahlene Mandeln
    • 1 Vanilleschote (Das Mark davon)
    • 1 Prise Salz
    • 10 Päckchen Vanillezucker (zum Wälzen nachdem backen)

Die Zubereitung: (Zubereitungszeit 60 Minuten)

Das Mehl, den Zucker, die Butter, das Eigelb, die Mandel, das Vanillemark und das Salz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten (Für den Anfang kann auch ein Knethaken vom Handrührer verwendet werden). Als nächstes 2 lange Rollen aus dem Teig formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

Im nächsten Schritt den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad & Gas Stufe 3) vorheizen. Die Rollen aus dem Kühlschrank nehmen und jeweils in 35 Scheiben schneiden. Die Teigstücke einzeln mit den Händen zuerst zu einer Kugel formen und dann daraus eine ca. 5 cm lange Rolle mit spitzen Enden formen. Beim Auslegen der Rollen auf dem Backblech diese zu Hörnchen formen. Damit die Kipferln beim Backen nicht verlaufen, werden sie vorher noch einmal kurz in den Kühlschrank gestellt. Da die Kipferln nicht zu dunkel werden sollten, reicht es sie etwa 15 Minuten zu backen.

Der letzte Schritt:

Den Vanillezucker in einen tiefen Teller füllen und die noch warmen Kipferln darin wälzen. Danach können sie auf einem Kuchengitter abkühlen.

Zimtsterne

Ebenfalls nicht aus der Weihnachtszeit wegzudenken sind die Zimtsterne, ein Weihnachtsgebäck aus Schwaben.
Traditionell bestehen die Zimtsterne höchsten aus 10% Mehl, dafür aber mindestens 25% Mandeln.

Das Rezept: (für eine gute Portion)

    • 190 Gramm Puderzucker
    • 100 Gramm gemahlene Mandeln
    • 200 Gramm gemahlene Nüsse
    • 2 Eiweiß
    • 1 Teelöffel Zimt
    • 1 Spritzer Zitronensaft

Die Zubereitung: (Zubereitungszeit etwa 30 Minuten)

Als erstes das Eiweiß und den Puderzucker zu einer steifen Eiweißglasur schlagen. Davon wird 1/3 zur Seite gestellt und der Rest mit den anderen Zutaten (Achtung: nur 100 Gramm Nüsse) verarbeitet, dabei sollte ein Löffel und kein Schneebesen verwendet werden. Im Anschluss den Teig durchkneten. Als nächstes wird der Teig auf den restlichen Nüssen ca. 8 – 10 mm dick ausgerollt und die Sterne können ausgestochen werden.

Die Zimtsterne werden dann auf ein Backblech mit Backpapier gelegt und mit der restlichen Eiweißglasur bestrichen. Im Ofen sollten die Sterne bei ca. 150 Grad etwa 10 – 12 Minuten packen.

Tipp: den Ofen nach 8 Minuten einen Spalt für die restliche Backzeit öffnen.

Baumkuchen (für Fortgeschrittene)

Als viertes folgt ein „Kuchen“, der ebenfalls über eine lange Tradition verfügt und zu Weihnachten einfach dazugehört: der Baumkuchen. Dieser ist schichtweise aufgebaut und wird traditionell über einer offenen Flamme gebacken. „Echter“ Baumkuchen wird an einer rotierenden Walze  gebacken. Die Ringe im Kuchen entstehen durch den immer wieder in Schichten aufgetragenen und dann gebackenen Teig.

Tipp: Der Baumkuchen sollte nach dem Backen noch zwei Tage durchziehen, damit er nicht zu trocken ist. Statt Rum kann auch Zitronensaft verwendet werden.

Das Rezept: (Für einen Kuchen)

    • 250 Gramm Butter
    • 250 Gramm Zucker
    • 1 Packung Vanillezucker
    • 1 Prise Salz
    • 6 Eier (Größe M)
    • 3 Esslöffel Rum
    • 150 Gramm Weizenmehl
    • 100 Gramm Speisestärke
    • 200 Gramm Kuvertüre (schwarz oder weiß)

Die Zubereitung: (Zubereitungsdauer ca. 45 Minuten)

Den Backofen auf die Stufe Grill stellen und auf 250 Grad vorheizen. Als erstes werden 4 Eier getrennt und zur Seite gestellt. Danach werden folgende Zutaten schaumig geschlagen: Butter, Zucker und Vanillezucker. Es werden zum Teig 2 Eier, 4 Eigelb und 3 Esslöffel Rum dazugegeben. Im nächsten Schritt wird das Mehl mit der Stärke vermischt, über den Teig gesiebt und vorsichtig untergehoben. Nachdem die 4 Eiweiß steif geschlagen worden sind, können auch diese unter den Teig gehoben werden.

Zum Backen:

Eine Backform (26 cm) mit Backpapier auslegen und 2 EL Teig auf dem Boden gleichmäßig verteilen. Die Schicht kann dann für 1,5 Minuten im Backofen gebacken werden. Wenn die erste Schicht eine schöne Bräune hat, kann die nächste Schicht (wieder 2 EL) aufgetragen werden und erneut für 1,5 Minuten gebacken werden. Dieses Verfahren solange wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist. Wenn der Kuchen ausgekühlt ist kann er mit der Kuvertüre überzogen werden.

Lebkuchen

Was ist schon Weihnachten ohne Lebkuchen? Nicht auszudenken, denn Lebkuchen gehört in vielen verschiedenen Ländern zum beliebtesten Gebäck in der Weihnachtszeit.
Der typische Lebkuchen hat einen süßen und intensiven Geschmack und ist lange haltbar. Mit Gewürzen wie zum Beispiel Anis, Ingwer, Muskat oder Zimt kann der Lebkuchen verfeinert werden.

Ein wichtiger Tipp für die Lagerung:

Damit der Lebkuchen nicht austrocknet, ist es ratsam ein Apfel- oder ein Brotstück mit in die Dose zu legen. Dieses sollte jedoch wegen der Schimmelgefahr regelmäßig erneuert werden.

Das Rezept: (für ca. 10 Portionen)

    • 250 Gramm Zucker
    • 80 Gramm Wasser
    • 750 Gramm Honig
    • 1 großes Ei
    • 60 Gramm Ei und davon das Eigelb
    • 30 Gramm Zimt
    • 20 Gramm Vanillezucker
    • 8 Gramm gemahlene Nelken
    • 8 Gramm gemahlenes Kardamon
    • 4 Gramm gemahlenes Muskat
    • 1 Zeste von einer Zitrone
    • 600 Gramm Roggenmehl
    • 600 Gramm Weizenmehl
    • 12 Gramm Hirschhornsalz
    • 5 Gramm Pottasche (Apotheke)
    • 100 Gramm Milch

Die Zubereitung: (Zubereitungszeit ca. 40 Minuten)

Zuerst wird Zucker mit Wasser aufgekocht und der Honig eingerührt. Für die weitere Verarbeitung muss die Mischung erst auf 30 Grad herunter kühlen. In dieser Zeit kann das Ei mit dem Eigelb und den anderen Gewürzen schaumig gerührt werden. Danach wird beides in das Mehl gegeben und gut verrührt. Als nächstes muss jeweils getrennt die Pottasche und das Hirschhornsalz in jeweils einer Hälfte der Milch aufgelöst und getrennt in den Teig eingearbeitet werden.

Über Nacht muss der Teig ruhen. Diesen dazu gut verpacken und kühl lagern.

Am nächsten Tag kann der Teig dann etwa 5 mm dick ausgerollt und ausgestochen werden. Der Lebkuchen wird auf ein Backblech mit Backpapier ausgelegt und mit Milch bestrichen. Nach einer Backzeit von ca. 15 Minuten bei 160 Grad ist der Lebkuchen fertig.

Bratapfel

Eine weitere sehr leckere Süßspeise ist der Bratapfel, der ebenfalls aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken ist. Traditionell werden für den Bratapfel feste und säuerliche Äpfel verwendet. Es gibt mehrere Möglichkeiten einen Bratapfel zuzubereiten und ihn dann zu servieren, wobei er oft mit Vanillesauce angerichtet wird.

Es gibt eine weitere Besonderheit bei dieser Süßspeise: das Bratapfel-Gedicht, welches aus dem bayrischen Volksgut stammt.

Der Bratapfel:
Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
der Kapfel, der gelbrote Apfel.
Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

Rezept: (für 4 Stück)

    • 4 Äpfel (Sorte: Boskop)
    • 50 Gramm Mandelsplitter
    • 50 Gramm Rosinen
    • 4 Teelöffel Aprikosenkonfitüre oder Honig
    • 1 Prise Zimt
    • Margarine
    • 1 Esslöffel Speisestärke
    • 1 Eigelb
    • ½ Liter Milch
    • 20 Gramm Zucker
    • 1 Teelöffel Vanillezucker

Die Zubereitung: (Zubereitungszeit ca. 40 Minuten)

Zuerst die Äpfel gründlich waschen und dann das Kerngehäuse herausstechen. Die Mandeln, Rosinen, Konfitüre und der Zimt werden zu einer Füllung vermischt. Die Füllung kann dann mit einem Teelöffel in die Öffnung der Äpfel gegeben werden. Die Äpfel können dann in eine gefettete Auflaufform gesetzt werden. Auf jeden Apfel noch eine wenig Margarine geben und im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten backen (bis die Schale von den Äpfeln platzt).

Die Soße

In 2 Esslöffeln Milch die Speisestärke und das Eigelb anrühren. Die restliche Milch wird mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen gebracht. Als nächstes kann unter Rühren die angerührte Speisestärke dazu gegeben werden. Kurz aufkochen lassen und dann vom Herd nehmen. Die Soße kann kalt oder warm zu den heißen Äpfeln serviert werden.

Mit diesen fünf Rezepten kann die Weihnachtszeit kommen und vielleicht probiert Ihr ja das ein oder andere Rezept mal aus. In diesem Sinne wünscht  das AhlersHeinel-Team eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

Über den Autor

Anja Brueggemann
Anja Brueggemann
Seit August 2013 gehöre ich zum AhlersHeinel-Team. Nicht nur auf beruflicher Ebene interessiere ich mich für Gestaltung und Design – auch privat bin ich der Kunst und Kreativität verfallen. Ich male sehr gern mit Ölfarben, außerdem tanze ich Ballett.

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