Photoshop: In sechs Schritten zum Bokeh-Effekt (Teil 1)

Männer werfen mit Apfelsinen
Google Updates und der Kampf der SEOs
23. März 2015
Brainstorming – Klassiker unter den Kreativitätstechniken
31. März 2015

Photoshop: In sechs Schritten zum Bokeh-Effekt (Teil 1)

Azubi@AhlersHeinel

Bokeh-Effekt

In meinem Beruf der Mediengestaltung gehört Photoshop zum täglichen Werkzeug. Das Programm bietet unglaublich viele Möglichkeiten der Bearbeitung, von der schlichten Bildbearbeitung bis zu aufwendigen Composings. Heute möchte ich zeigen, wie der einfache Bokeh-Effekt funktioniert. In einem zweiten Teil zeige ich euch dann einige Anwendungsmöglichkeiten für diesen Effekt.

Bokeh? Auch ich habe mich gefragt, als ich das Wort zum ersten mal gehört habe, wo es herkommt und was es eigentlich bedeutet. Des Rätsels Lösung: Es stammt aus Japan und bedeutet unscharf, verschwommen; dabei bezieht sich dies auf unscharfe Bildelemente (z.B. Lichter im Hintergrund) in der Fotografie. Die Grundform des Bokeh-Effekts ist der Kreis, es können aber auch andere Formen verwendet werden. Ich werde mit der Grundform arbeiten, aber auch ein Beispiel anführen, bei dem ich eine andere Form verwendet habe. Los geht’s:

Schritt 1: Einen Kreis anlegen

Mit dem Auswahl-Werkzeug erstelle ich auf einer neuen Ebene einen Kreis. Der Kreis sollte etwa einen Durchmesser von 400 px haben. Mit Schift+Umschalt+F5 wird der Kreis schwarz eingefärbt.

Schritt 2: Effekt

Im nächsten Schritt erstelle ich in den Ebenen-Effekten eine Kontur von 5 px. Dabei reduziere ich die Deckkraft von 100 % auf 50 %.

2.1Effekt Ebene

Schritt 3: Pinselspitze erstellen

Durch Klick auf das Auge bei der Ebene kann ich die Hintergrundebene ausblenden, um dann über Bearbeiten Pinselvorgabe speichern den Kreis als Pinselspitze festzulegen.

3.2Pinselspeichern 2

Schritt 4: Der Hintergrund

Für den Hintergrund erstelle ich als erstes eine neue Einstellungsebene (Farbfläche) und färbe diese in ein helles Grau ein (#999). In einer weiteren Einstellungsebene, dieses mal mit der Funktion Verlauf, kann ich einstellen, wie der Farbverlauf des Bokeh-Effekts sein soll. Bei den Verlaufseigenschaften bietet mir Photoshop zwei Möglichkeiten: Entweder ich übernehme einen bereits vorhandenen Verlauf von Photoshop und arbeite damit weiter oder ich erstelle selbst einen. Bei diesem Effekt habe ich mir einen eigenen bläulichen Verlauf erstellt. Mit einer Deckkraft von etwa 70 bis 80 % stelle ich die Verlaufsebene auf Multiplizieren.

4.4Farbverlauf

Schritt 5: Pinseleigenschaften einstellen

Mit der Taste B wähle ich das Pinselwerkzeug aus und rufe mir dann mit F5 das Menü für die Pinseleigenschaften auf. Anhand der aufgeführten Screenshots kann entnommen werden, welche Werte ich für meinen Pinsel eingestellt habe.

5.1 PinseleinstellungenSchritt 6: Die Kreise

Um mit den Kreisen selbst ein wenig Tiefe zu erzeugen, habe ich drei neue Ebenen erstellt, diese in einer Gruppe vereint und im Ebenen-Menü die Gruppe auf Multiplizieren gestellt.

  • Hintergrundebene
    Hier platziere ich wenige, aber große Kreise. Den Pinsel habe ich auf etwa 800 px gestellt. Um eine schöne Unschärfe zu bekommen, verwende ich den Filter Gaußscher Weichzeichner und stelle die Weichzeichnung auf etwa 30 px (Tipp: Damit der Filter jederzeit bearbeitet werden kann, die Ebene mit Rechtsklick in ein Smart Objekt konvertieren).
  • In der Mitte
    Hier verwende ich eine etwas kleinere Pinselspitze, etwa 500 px, und male mehr Kreise als im Hintergrund. Beim Weichzeichnen verwende ich nur noch 15 px, damit sich die Kreise voneinander abheben.
  • Im Vordergrund
    Mit einer Pinselspitze von etwa 100 bis 200 px male ich im Vordergrund die kleinsten Kreise. Diese zeichne ich nur noch mit 1 px weich, damit die Schärfe der Kreise erhalten bleibt.

Bokeh-Effekt

Fertig ist der einfache Bokeh-Effekt. Nett sieht das Ganze ja aus – aber wie gehts weiter? Im zweiten Teil präsentiere ich euch einige Anwendungsmöglichkeiten für den Bokeh-Effekt und ein paar Ideen zum Experimentieren. Bis dahin frohes Schaffen =)

 

Über den Autor

Anja Brueggemann
Anja Brueggemann
Seit August 2013 gehöre ich zum AhlersHeinel-Team. Nicht nur auf beruflicher Ebene interessiere ich mich für Gestaltung und Design – auch privat bin ich der Kunst und Kreativität verfallen. Ich male sehr gern mit Ölfarben, außerdem tanze ich Ballett.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen