DronePan im Beta-Test: Interaktive 360-Grad-Panoramen

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DronePan im Beta-Test: Interaktive 360-Grad-Panoramen

Pilot und Kameramann

Pilot und Kameramann: Tobias Anke und Albert Heinel beim Start des Quadrokopters

Interaktive Panoramen und 360-Grad-Panoramafotografie – seit rund 18 Jahren ein Leistungsschwerpunkt bei AhlersHeinel. Jetzt gehen wir für unsere Kunden damit sogar in die Luft – als Beta-Tester der App DronePan, die für den DJI Inspire 1 und iOS entwickelt wurde. DronePan liefert zwar keine fertigen Panoramen, aber vereinfacht die Aufnahme der benötigten Einzelbilder doch ganz erheblich.

Nachdem der Inspire die gewünschte Höhe erreicht hat, wird die App gestartet und bringt Kamera des Inspire in waagerechte Anfangsposition. DronePan schießt die erforderlichen Bilder automatisch – drei „Kreisel“ mit jeweils 6 Bildern, um je 30 Grad nach unten versetzt, sowie zwei Bilder senkrecht nach unten. Diese insgesamt zwanzig Bilder reichen aus, um anschließend eine Halbkugel zusammenzusetzen. Da der Inspire nicht nach oben fotografieren kann, fehlt ein Stück Himmel. Doch das lässt sich einfach in Photoshop ergänzen, so dass am Ende eine vollständige Kugel entsteht.

Problematischer ist da schon die automatische Belichtung, auch wenn der Inspire auf manuelle Belichtung eingestellt wird. Denn der obere „Kreisel“, der etwa zur Hälfte den Himmel enthält, wird vor allem in Richtung Sonne unterbelichtet; heißt: Im Vergleich zu den unteren „Kreiseln“ wird die Landschaft viel zu dunkel dargestellt. Das erfordert einiges an Nacharbeit mit Photoshop (Aufhellen der ersten sechs Bilder nur im unteren Bereich und Belichtungsanpassung an die unteren Bilder). Andernfalls gibt es nämlich später in den Panoramen sehr unschöne Übergänge.

Stitching: Panoramen aus Einzelbildern zusammennähen

Sind die Bilder fertig bearbeitet, werden sie mit einer Software wie PTGui „zusammengenäht“; Stitching nennt das der Experte. Noch sehen die fertigen Panoramen merkwürdig verzerrt aus; später auf der Webseite ist die Darstellung dann aber realistisch. Mit PTGui lässt sich auch gleich der Quellcode in Verbindung mit einem JavaScript-Plugin herstellen, das die Interaktivität des Panoramas herstellt. Mit gedrückter Maustaste lässt sich das Panorama dann in alle Richtungen bewegen.

Bugs in der Beta-Version

Doch wieder zurück zu DronePan: Auch auf dem iPad des Kameraoperators funktioniert die App einwandfrei; so kann sich der Pilot ganz auf den Status des Kopters konzentrieren. Einige Issues hat die Betaversion von DronePan allerdings doch noch. So kommt es vor, dass nach den Fotoaufnahmen die Kameraverbindung ausfällt, wenn man zurück in DJI GO geht. Dann hilft nur, beide Apps vollständig zu schließen und DJI GO neu zu starten, was natürlich etwas Zeit und Strom kostet. Die Entwickler um Dennis Baldwin arbeiten bereits an diesem Bug.

Ich würde mir zudem noch wünschen, dass die App nicht die Einstellung der Inspire-Cam ignoriert und man die Belichtung jeden einzelnen Kreisels manuell anpassen kann; das würde einiges an Nachbearbeitung sparen.

 

360-Grad Panoramen mit DronePad – unser Fazit

DronePad ist ein sehr nützliches Tool, um beeindruckende Panoramen mit 360-Grad-Rundblick zu erstellen. Die Bilderstellung erfolgt automatisch, letzte Bugs sollten im Final Release behoben sein. Die kostenlose (!) App ist zurzeit für iOS (Apple) verfügbar; demnächst soll es auch eine Version für Android geben. Mein Fazit: Empfehlenswert!

Über den Autor

Albert Heinel
Albert Heinel
Design und Kommunikation leben, dabei immer wieder neue Wege gehen, seit über 25 Jahren als einer der Geschäftsführer von AhlersHeinel. Begeisterung und Expertise bei der Vermittlung oft schwieriger Inhalte mittels Idee, Grafik, digitaler Fotografie, Film, 3D und Animation. Ideenspinner, Bastelkönig, Frühstücksdirektor, Chefprogrammierer. Für Burnout keine Zeit …

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