NTFS-Festplatten unter Mac OS X nutzen: So klappt’s doch! – Teil 1

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NTFS-Festplatten unter Mac OS X nutzen: So klappt’s doch! – Teil 1

Man kennt das leidige Problem: Auf die externe Festplatte oder den USB-Stick eines Windows-Nutzers sollen Daten vom Mac kopiert werden. Ärgerlich bloß: Das läuft nicht. Und nun?

Die Ursache für das Ärgernis ist schnell erklärt. OSX, das Mac-Betriebssystem, unterstützt – ebenso wie Linux übrigens –  NTFS-Speichermedien nicht komplett. Man hat lediglich Leserrechte. Heißt: Daten vom NTFS-Datenträger auf den Mac ziehen oder direkt von der Festplatte öffnen: Das geht. Mehr aber eben nicht.

Dazu muss man wissen, dass ‚NTFS (New Technology File System) vor über zwanzig Jahren von Microsoft als ‚proprietäres Dateisystem für Windows NT und dessen Nachfolger entwickelt worden ist und demzufolge natürlich entsprechend formatierte Speichermedien unterstützt. Andere OS-Hersteller haben ihre eigenen Dateisysteme entwickelt: Das Mac OS arbeitet mit HFS (Hierarchical File System); Linux hat ext (Extended file system).

Alternativen zu NTFS unter Mac?

In der Tat, es gibt eine wohlbekannte Alternative zu NTFS; die mag aber kaum jemand. Genau, ich spreche von FAT32. Ebenfalls eine Microsoft-Entwicklung, galt FAT32 (File Allocation Table) lange Zeit als Industriestandard. Praktisch jeder neue USB-Stick ist ab Werk mit FAT32 formatiert. FAT32 erscheint auf den ersten Blick völlig problemlos: Daten schreiben, Daten lesen, Daten kopieren – läuft alles super, sei es unter Mac, Windows oder Linux. Wieso sind dann aber trotzdem die Sympathien für FAT32  sagen wir mal überschaubar? – Weil unter FAT32 nur Dateien erstellt werden können, die kleiner als 4 GB sind. Und das ist für heutige Verhältnisse doch schon eine ganz schön heftige Einschränkung.

Alternative zur Alternative?

Wenn wir davon ausgehen, dass wir mindestens einen Rechner unter Windows XP mit SP2 sowie einen Mac mit OSX 10.6.5. oder höher zur Verfügung haben, dann gäbe es auch eine Alternative zur Alternative. Denn 2006 erblickte ein neues Dateisystem die Welt, getauft wurde es auf den Namen „exFAT“, und entwickelt wurde es als Antwort auf die Probleme mit NTFS.

Auf einen mit exFAT formatierten Datenträger können theoretisch Dateien mit einem Umfang von bis zu 512 Terabyte geschrieben werden. Das leidige Größen-Limit von FAT32 ist damit durchbrochen. Und das richtige Betriebssystem vorausgesetzt (siehe oben), funktioniert auch das Lesen und Schreiben unter Mac und Windows ohne Probleme.

Alles schön also? – Leider nicht ganz. Denn wenn man eine exFAT-Festplatte an einen Fernseher anschließen möchte, um zum Beispiel ein Video abzuspielen, kann es durchaus vorkommen, dass die Platte nicht erkannt wird. Deshalb: Um peinliche Pannen zum Beispiel bei einer Kundenpräsentation oder einem Messeauftritt zu vermeiden, sich immer vorab vergewissern, dass Abspielgerät und Rechner mit dem Dateisystem zurecht kommen!

Fortsetzung folgt: In meinem nächsten Beitrag zum Thema NTFS zeige ich euch, wie ihr trotz allem eine NTFS-Festplatte an einem Mac nutzen könnt.

 

Über den Autor

Burak Sinikci
Burak Sinikci
Seit 2009 bin ich bei AhlersHeinel als Frontend-Entwickler tätig. In meiner Eigenschaft als Nerd und Geek beschäftige ich mich beruflich wie privat als Entwickler im Schwerpunkt Mobile. Bei AhlersHeinel nennt man mich auch das Burakel.

1 Kommentar

  1. Gordan Merz sagt:

    Hi ,
    danke für den übersichtlichen Tipp.
    Konnte so ein Projekt ganz schnell retten.
    Eine Datei war 9GB groß und sollte über einen Stick an meinen Mac gelangen.
    exFat war die Lösung.
    Werde zukünftig nicht mehr in die „Falle“ tappen und meine Sticks für beide Welten im exFat Format formatieren.

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