Print ist tot? Oder stirbt nur die langweilige Mitte?

Schrift: Exo Sans
30. August 2013
AhlersHeinel Wie aufwendig ist Webdesign
Warum Webseiten Zeit kosten
12. September 2013

Print ist tot? Oder stirbt nur die langweilige Mitte?

Keine Frage – die Nutzung von Print sinkt. Aber wie dramatisch sind die veränderten Lese- und Konsumgewohnheiten wirklich? Die Media-Analyse MA 2013 Pressemedien II (Arbeitsgemeinschaft Leser-Analyse AG.MA) zeigt, dass die Reichweiten-Verluste der Zeitungen und Zeitschriften sehr unterschiedlich gestreut sind. Die Dickschiffe trifft es heftig: Bild am Sonntag, Stern, Spiegel, Focus verlieren gegenüber dem Vorjahr um die 5% an Reichweite. Überregionale Tageszeitungen wie Bild, Süddeutsche, FAZ und Die Welt verlieren drei bis acht Prozent ihrer Leserinnen und Leser. Die Taz verliert sogar 20 Prozent. Es gibt auch Gewinner: Zeitschriften wie Welt der Wunder, P.M. Magazin, Zuhause Wohnen und die Sonntagszeitung der FAZ legen um über 10 bis über 20% zu.

Willkommen in der Nische

Natürlich sind die Verluste teilweise dem Trend zur schnellen Information aus dem Web geschuldet. Die Zahlen zeigen aber auch: in der Nische lässt es sich auch heute für Zeitungen und Zeitschriften gut leben. Lässt sich das in andere Bereiche übertragen? Ich meine ja. Im Grunde werden hier nur Binsen aus der Welt der Werbung bestätigt: Spezialisierung und Positionierung in der Nische sind Erfolgsrezepte. Die „breite Mitte“ wird in vielen Bereichen unserer Wirtschaft sehr schmal. Besonders typisch im Modebereich: Während Primark, H&M und andere Textildiscounter boomen und die textilen Nobelmarken in den 1a-Lagen der Innenstädte einen Monostore nach dem nächsten eröffnen, dümpeln die guten alten Kaufhäuser in aller Erfolglosigkeit vor sich hin. Weitere Beispiele finden sich in zahlreichen anderen Sparten.

Werden Sie Randgruppe!

Mein Tipp: Raus aus der Mitte, am Rand ist viel mehr Platz! Für jedes Unternehmen, für jedes Produkt, für jede Marke gibt es eine Strategie hin zur Spezialisierung, hin zu einem USP der wirklich „unique“ ist. Es braucht nur ein wenig Mut, einen ganzen Haufen Kreativität und eine konsequente Strategie.

 

Über den Autor

Bernd Ahlers
Bernd Ahlers
Seit über 30 Jahren einer der kreativen Köpfe von AhlersHeinel. Kundenberater, Trendforscher, CFO, Konzeptioner, Kreativ-Chef, Marketing-Coach, Ideen-Entwickler, Facility Manager und einer der Geschäftsführer. Wenn er mal nicht für AhlersHeinel aktiv ist, entspannt er sich mit seinen drei Kindern, bei kreativer Gartenarbeit oder er dreht eine Runde mit seinem Motorrad.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen