Van Gogh und Rembrandt in Amsterdam

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Van Gogh und Rembrandt in Amsterdam

Azubi@AhlersHeinel

Rembrandt und Vincent van Gogh – Selbstportraits

Rembrandt und Vincent van Gogh – Selbstportraits mit Hüten

Während meines Trips nach Amsterdam Anfang April zusammen mit einer Freundin haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, zwei der großen Kunstmuseen der Stadt zu besuchen. Auf unserem Zettel standen das Van Gogh Museum und die Sonderausstellung zum Spätwerk von Rembrandt im Rijksmuseum.

 Das Van Gogh Museum

Vincent van Gogh lebte 1853–1890 und wird in der Kunst dem späten Post-Impressionismus und der frühen Moderne zugeordnet. Sein Leben verbrachte er nicht nur in den Niederlanden, sondern unter anderem auch in Paris. Vielen ist er als der Künstler bekannt, der sich ein Ohr abschnitt. Seine berühmtesten Werke sind wohl die Sternennacht und die Sonnenblumen, von denen er mehrere Varianten malte. An van Gogh fasziniert mich sein Umgang mit Farben und die unterschiedlichen Kontraste, die er in seinen Werken darstellt. Zum Beispiel enthält sein Gemälde Sternennacht einen Kalt-Warm Kontrast, die blauen Töne als kalte Farbe und im Kontrast dazu die warme Farbe Gelb.

Vincent van Gogh: Sternennacht (1889). Public Domain, via Wikimedia Commons

Vincent van Gogh: Sternennacht (1889). Public Domain, via Wikimedia Commons

Zum Museum

Auf jeden Fall sollte Zeit mitgebracht werden. Wir hatten davon reichlich, daher war es auch nicht so schlimm, dass wir unsere Tickets vorher nicht online gekauft hatten. Wie lange man Schlange stehen muss, hängt natürlich vom Wetter und der Tageszeit ab.Wir haben bei blauem Himmel und Sonne etwas über zwei Stunden angestanden. Das Warten lohnt sich aber auf jeden Fall; heißer Tipp für alle, die nicht warten möchten: Mit vorher gekauftem Ticket kommt man definitiv schneller rein. =)

Den Eintrittspreis von 17 Euro halte ich für angemessen;  wer unter 18 ist und einen Ausweis dabei hat, kommt sogar umsonst rein.

Das Museum besteht aus mehreren Etagen. Sehr gut hat mir auch der Eingangsbereich gefallen, es gibt eine große Garderobe und genügend Platz für die vielen Besucher. Da auch alle anderen Räume großzügig geschnitten sind „verlaufen“ sich die vielen Besucher ein wenig und es entsteht eher selten ein Gedränge vor Bildern.

Van Goghs Leben und seine Werke werden auf den unterschiedlichen Etagen präsentiert, auch erfährt man einiges über seine Familie und seine Freunde. Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist eine Version seiner Sonnenblumen-Werke.

Im Anschluss an die Ausstellung folgt dann ein kleiner Museumsshop, in dem Souvenirs erworben werden können. Ein weiterer Pluspunkt ist die Kinderfreundlichkeit des Museums. Damit den Kids nicht langweilig wird, können sie ein Rätsel zum Van Gogh Museum bekommen, das während der Ausstellung gelöst werden muss.

Fazit: Wer grade in Amsterdam ist und ein bisschen Zeit übrig hat – dieses Museum ist ein Besuch allemal wert.  

Rembrandt

Wie auch van Gogh war Rembrandt van Rijn Niederländer; er lebte von 1606–1669 und gilt als einer der bedeutendsten Maler des Barock. Im Vergleich sind beide Künstler wie Tag und Nacht – aber jeder fasziniert auf seine Art und Weise: Rembrandt, wie er mit Licht und Schatten umgegangen ist und van Gogh durch seinem Umgang mit Farben. Zu den bekanntesten Werke von Rembrandt gehören die Nachtwache und die Anatomie des Dr. Tulp. Heute wird er gefeiert, doch wie viele andere Künstler hatte auch Rembrandt zu Lebzeiten finanzielle Probleme.

Die Kompagnie des Frans Banning de Cocq und Willem van Ruytenburch, bekannt als die ‘Nachtwache’. 1642, Öl auf Leinwand. Public Domain via Wikimedia Commons

Die Kompagnie des Frans Banning de Cocq und Willem van Ruytenburch, bekannt als die ‘Nachtwache’. 1642, Öl auf Leinwand. Public Domain via Wikimedia Commons

 Sonderausstellung Der späte Rembrandt

Die Ausstellung – sie geht vom 12. Februar bis zum 17. Mai 2015 –  war mit einer der Hauptgründe für unseren Trip nach Amsterdam. Das Rijksmuseum ist allein von außen schon sehenswert, und auch die kleinen Gärten und der große Platz vor dem Museum laden zum Verweilen ein. Das Museum selbst bietet im Eingangsbereich wieder genügend Platz, dafür sind die Ausstellungsräume kleiner als bei im Van Gogh Museum, und wenn es voll ist, kann es sein, dass man sich auf den Füßen steht. Aber bei den Werken von Rembrandt ist das nachzuvollziehen und es kann ja nicht immer alles perfekt sein.

Dieses Mal hatten wir die Tickets schon vorher online gekauft und brauchten uns nicht mehr anstellen. Im Prinzip konnten wir direkt zur Ausstellung durchgehen, da es aber sehr voll war, hieß es auch hier geduldig sein – die Bilder laufen ja nicht weg.

In der Ausstellung war es dann leider viel zu voll, aber wir haben uns die Laune nicht verderben lassen und uns in Ruhe Zeit genommen, um die Bilder auf uns wirken zu lassen. Mit etwas über hundert Werken aus Rembrandts spätem Schaffen, zusammengetragen aus der ganzen Welt, ist die Ausstellung im Prinzip ein Muss. Die Bilder zeigen den Künstler auf dem Gipfel seines Genies.  Ich selbst bin sprachlos gewesen, einfach zu sehen wie detailreich er gemalt hat, das ist unfassbar. Auch beeindruckend ist es zu sehen, wie er mit dem Aspekt Licht in seinen Werken umgegangen ist. Dies wurde auch zu einem Merkmal seiner Bilder: Oft gibt es einen hellen, meist gelblichen Spot auf dem Bild und dann verläuft das Motiv in Dunkelheit.

Fazit: Auch wenn es überfüllt war – beim Betrachten der Bilder verschwinden die vielen Besucher eher in den Hinterkopf. Und wer weiß, wann es so eine Ausstellung wieder geben wird!  

Als nächstes habe ich eine Kunstaustellung in Hamburg ins Auge gefasst, dort werden Werke von ‚Miró gezeigt, das will ich mir nicht entgehen lassen. Da Hamburg nicht so weit weg ist wie Amsterdam, wird es wohl kein Problem für mich sein, die Ausstellung bis zum 25. Mai zu besuchen. Ich werde dann natürlich wieder aus der Welt der Kunst berichten.

Über den Autor

Anja Brueggemann
Anja Brueggemann
Seit August 2013 gehöre ich zum AhlersHeinel-Team. Nicht nur auf beruflicher Ebene interessiere ich mich für Gestaltung und Design – auch privat bin ich der Kunst und Kreativität verfallen. Ich male sehr gern mit Ölfarben, außerdem tanze ich Ballett.

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